1942 Gaskesselexplosion in Rapen
Ulrich Müter, "Rapen, 850 Jahre historische Bauerschaft"
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Die Druckwelle zerstörte viele Häuser |
Viele
Häuser waren unbewohnbar geworden. Dächer in großer Zahl standen ohne Dach.
Die meisten Wohnungen hatten keine Fensterscheiben und Fensterrahmen mehr.
Herumfliegende Kessel- und Gebäudeteile sowie die Druckwelle führten zu
Verletzungen und bleibenden Schäden. Das alles geschah bei klirrendem Frost.
Wochenlang
anhaltender Frost hatte dazu geführt, dass die Deckelscheibe des Gasbehälters
sich nicht mehr den Schwankungen des Gasinhaltes anpassen konnte. Die Folge war,
dass Gas in den oberen Behälterraum übertrat und sich Knallgas bildete. Wie im
einzelnen die Explosion entstand, ließ sich nicht eindeutig klären, denn alle
Betriebsbeamten, die darüber hätten aussagen können, kamen bei der Explosion
ums Leben (So der offizielle Bericht).[64]
Die
Gaskesselexplosion traf Rapen mitten im Kriegswinter 1941/42. Betroffene
berichten von beschädigten und ganz unbewohnbaren Häusern. Viele erinnern
sich genau, wo sie sich gerade zum Zeitpunkt der Explosion befanden oder womit
sie beschäftigt waren. Eine Rapenerin, damals 12 Jahre alt, erzählte, dass sie
und ihre Brüder in der Küche waren und der Mutter zuhörten, die ihnen vorlas.
Dann habe es einen furchtbaren
Explosionsdruck und Detonationsdonner gegeben. Die Fensterscheiben seien
zerbrochen und Bruder Franz habe einen Fensterflügel um den Hals hängen
gehabt. Die Küche habe entsprechend ausgesehen.
[64] Geschichte der Bergwerke Ewald-Fortsetzung, Seite 100, Bergwerk Haard 1992