1958 Hof Becker fällt
dem neuen Stadtmittelpunkt zum Opfer
von Karl-Heinz
Wewers
Der Hof Becker
gehörte zu den ältesten Höfen Erkenschwicks. Er gehörte dem Hofesverband Oer
und Körne an, dessen Haupthof der Schultenhof in Oer war. Die Höfe gehörten
dem Domkapitel zu Köln; die Bauern waren nur Erbpächter. Verwalter des
Domkapitels im Vest war seit 1615 Arnold von Schaumburg. Der Hof Becker gehörte
kirchlich zu Oer.
Hier einige Links zu
weiteren Berichten über den Hof:
1576
- Eine sehr frühe Nachricht von Beckers Hof in Erkenschwick
1656
- Eine Freilassungsurkunde für Catrina Becker von Beckers Hof in Erkenschwick
1789 - Pfarrer Schmitz und die Schulen im Kirchspiel Oer
1900
- Von der Vorgeschichte bis zum ersten Weltkrieg
Nachdem Oer, Erkenschwick und Rapen 1926 zur Gemeinde Oer-Erkenschwick vereinigt wurden und 1953 die Stadtrechte erhielt, sollte die junge Stadt auch einen Stadtmittelpunkt bekommen, denn bisher gab es nur das Dorf Oer, Bauern und Kötter in Erkenschwick und Rapen sowie die vom Bergbau erbauten so genannten Zechenkolonien. Alles war mehr oder weniger weit auseinander gezogen.
Nun lag der Hof Becker genau an der Stelle, wo der Stadtmittelpunkt entstehen sollte, der heutige Berliner Platz, und demzufolge musste er dem neuen Stadtmittelpunkt weichen.
Nachfolgend einige Fotos zur Erinnerung vom Hof und seiner näheren Umgebung bis zum Abriss den Hofes 1958:




Die Gaststätte Welter gegenüber dem
Beckerschen Hof
heute: Woolworth

Der Hof war gerade dem Abriss zum Opfer gefallen und schon entstehen die ersten Geschäfts- und Wohnhäuser des heutigen Berliner Platzes.
(C) by Karl-Heinz Wewers / WEBDESIGN